Kein Team hat seit Brasilien 1958 und 1962 die WM zwei Mal hintereinander gewonnen. Das ist ein Muster über 64 Jahre. Argentinien ist Titelverteidiger, FIFA-Weltranglisten-Zweiter – und Lionel Messi hat seinen Rücktritt erklärt. Das sind drei Faktoren, die in drei verschiedene Richtungen zeigen.
Die Quote 9,00 sagt: Argentinien ist ungefähr so stark wie Brasilien, etwas schwächer als Frankreich und England, deutlich schwächer als Spanien. Ist das fair? Ja, ungefähr. Ist da Value drin? Nicht wirklich.
Was Argentinien ohne Messi bedeutet
Messi hat 2022 das Turnier getragen. Acht Tore, sieben Assists, Goldener Ball. Das beste WM-Turnier eines Spielers seit Jahrzehnten. Im Finale war er der Unterschied – und ohne ihn hätte Frankreich wahrscheinlich gewonnen.
Jetzt übernehmen Julián Álvarez, Enzo Fernández und Alexis Mac Allister. Das ist ein hochklassiges Trio – alle drei spielen bei europäischen Topklubs (Atlético Madrid, Chelsea, Liverpool). Aber kein Messi zu haben ist nicht einfach „ein Spieler weniger”. Es ist der Verlust des spielerischen Zentrums, der mentalen Führerfigur und des sichersten WM-Torschützen.
Coach Lionel Scaloni hat mit Argentinien seit 2022 fast alles gewonnen: Copa América 2024 verteidigt, Finalissima-Sieg. Aber all das war mit Messi. Wie Argentinien ohne ihn aussieht, wird sich im Juni zeigen.
Die Stärken: Kader-Tiefe und Defensiv-Mentalität
Argentinien hat mehr als nur Álvarez und Fernández. Alejandro Garnacho bei Manchester United ist einer der aufregendsten jungen Spieler Europas. Lisandro Martínez und Cristian Romero sind eines der besten Innenverteidiger-Duos des Turniers.
Und: Emiliano „Dibu” Martínez. Der vielleicht wichtigste Einzelspieler Argentiniens nach Messi ist nicht der Stürmer, sondern der Torhüter. Im Elfmeterschießen psychologisch wie ein Spieler einer anderen Kategorie – er provoziert, wartet, entscheidet. In 2022 war er maßgeblich für zwei Elfmeter-Siege verantwortlich.
Der Titelverteidiger-Fluch: Real oder Mythos?
Seit 1962 (Brasilien) hat kein Team die WM verteidigt. Das sind 16 Turniere in Folge ohne Titelverteidigung. Deutschland 2018: Gruppenphase. Spanien 2014: Gruppenphase. Frankreich 2002: Gruppenphase.
Ist das Zufall? Nicht vollständig. Nach einem WM-Gewinn gibt es oft interne Erschöpfung, Kader-Umbrüche, höhere Erwartungen und einen Kader der ein Jahr älter ist. Das wirkt sich statistisch aus.
Für Argentinien kommt dazu: Der Abgang Messias ist keine normale Kader-Rotation, das ist der Abgang des Herzstücks.
Gruppe J: Österreich als Warnung
Argentinien trifft in Gruppe J auf Österreich, Algerien und Jordanien. Österreich unter Ralf Rangnick ist kein Selbstläufer – das Pressing-System kann Argentinien aus dem Rhythmus bringen. Wenn Argentinien das erste Spiel verliert oder remisiert, beginnt das Turnier mit Druck.
Algerien ist handhabbar, Jordanien ebenfalls. Aber der Gruppe-Sieger-Weg ist nicht garantiert.
Meine Einschätzung: Quote 9,00 ist fair, kein Value
| Markt | Quote | Meine Bewertung |
|---|---|---|
| Argentinien Weltmeister | 9,00 | Fair, kein Value |
| Argentinien Halbfinale | ~3,50 | Vertretbar |
| Argentinien Gruppensieger J | ~1,55 | Korrekt bewertet |
Ich kaufe keine Argentinien-Weltmeister-Wette bei 9,00. Die implizite Wahrscheinlichkeit ist etwa 11 % – ich würde Argentinien eher bei 8–9 % Titelchance einschätzen. Das ist kein Vorteil für den Wetter.
Was ich interessant finde: Argentinien scheidet vor dem Halbfinale aus – das wäre bei ~2,20 ein Value-Tipp, wenn man glaubt, dass der Titelverteidiger-Fluch und die Post-Messi-Ära zusammen zu früh scheitern. Aber das ist eine spekulative Position, keine Hauptwette.
Argentinien bleibt ein ernster Titelkandidat. Aber als Wette bei 9,00 ohne Messi ist das kein Angebot, das mich überzeugt.
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