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French Open 2026 Quoten: Wer gewinnt Roland Garros? Alcaraz, Sinner, Swiatek im Check

Lars Schmitz
| veröffentlicht am: 14.04.26
geprüft von Mathias Schulz | 4 Min. Lesezeit

Sechs Wochen vor dem ersten Aufschlag auf dem Pariser Sand stellt der Markt seine Prognosen auf. Bei den Männern führt Carlos Alcaraz mit 2,10 – und das ist kein Zufall. Bei den Frauen liegt Iga Swiatek bei 3,10, direkt vor Aryna Sabalenka bei 3,30. Aber sind das auch die richtigen Tipps, oder versteckt sich anderswo mehr Wert? Wir rechnen nach.


French Open 2026 Quoten Männer

Spieler Quote Implied Probability
Carlos Alcaraz 2,10 47,6 %
Jannik Sinner 2,50 40,0 %
Novak Djokovic 11,00 9,1 %
Alexander Zverev 11,00 9,1 %
Lorenzo Musetti 20,00 5,0 %
Jack Draper 25,00 4,0 %

Quoten ohne Gewähr, Stand April 2026 | Änderungen vorbehalten | 18+ | AGB gelten

Der Markt verteilt zusammen bereits über 115 % implizierter Wahrscheinlichkeit auf das Feld – die Buchmacher-Marge liegt bei rund 15 %. Das muss bei der Bewertung immer mitgedacht werden.


Alcaraz bei 2,10: Berechtigt, aber nicht günstig

Carlos Alcaraz ist auf Sand der beste Spieler der Welt. 2024 gewann er Roland Garros, und seitdem hat sich an dieser Einschätzung nichts geändert. Sein Spiel – explosiver Slice, druckvolles Vorhandspiel, Beinarbeit auf einem anderen Level – passt auf Sand wie kein zweites.

Die Quote von 2,10 impliziert, dass der Markt Alcaraz mit fast 48 % Wahrscheinlichkeit als Sieger sieht. Das ist fair. Aber 2,10 bietet kaum Spielraum für Rendite: Wer hier falsch liegt, verliert den Einsatz komplett; wer richtig liegt, gewinnt 1,10 Euro pro eingesetztem Euro.

Einschätzung: Alcaraz ist der richtige Favorit – aber 2,10 hat keinen Value. Nur spielen, wenn man gezielt Kapital auf den wahrscheinlichsten Ausgang parken will.


Sinner bei 2,50: Die interessantere Alternative

Jannik Sinner ist Weltranglistenerster und die derzeit konstanteste Kraft im Herrentennis. Sein Problem bei Roland Garros: Er hat den Titel noch nicht gewonnen, und auf Sand ist die Lücke zu Alcaraz noch erkennbar. Aber Sinner kommt mit dem Selbstvertrauen des Australian-Open-Champions und einer Formkurve, die keiner in der Breite mithalten kann.

2,50 auf Sinner impliziert 40 % Gewinnwahrscheinlichkeit – das sind nur 7,6 Prozentpunkte weniger als Alcaraz, bei deutlich höherer Rendite. Wenn Sinner auf Sand die letzten Prozent schließt, ist das ein Value-Tipp.

Einschätzung: Sinner bei 2,50 ist die substanziertere Langzeitsposition. Wer nicht auf 2,10 setzen will, findet hier die informiertere Alternative.


Djokovic und Zverev bei 11,00: Wer hat mehr Substanz?

Novak Djokovic hat Roland Garros bereits dreimal gewonnen. Mit 38 Jahren ist er nach wie vor ein Faktor auf Sand, aber die körperlichen Anforderungen eines Grand Slams über zwei Wochen sind für ihn anders als mit 25. 11,00 ist fair – hohe Qualität, unsichere Fitness.

Alexander Zverev steht bei 11,00 trotz deutlich mehr verbleibenden Jahren. Der Hamburger war 2024 Finalist bei Roland Garros, hat auf Sand strukturelle Stärken – aber auf Grand-Slam-Niveau hat er in entscheidenden Momenten zuletzt gegen Sinner verloren. Sein Aufschlag, sein Grundlinienspiel, seine Kondition passen auf Paris.

Zwischen 11,00 Djokovic und 11,00 Zverev bevorzugen wir Zverev: jünger, konstanter in Form, weniger Fragezeichen beim Körper.


Musetti (20,00) und Draper (25,00): Für Risikobereite

Lorenzo Musetti ist der klassische Sandplatz-Spezialist unter den Außenseitern. Der Italiener schlägt auf langsamem Sand besser als seine Weltranglistenposition vermuten lässt. 20,00 auf einen Halbfinalkandidaten ist nicht unvernünftig – aber auch kein sicherer Einstieg.

Jack Draper bei 25,00 ist die ambitionierteste Quote im Feld. Der Brite verbessert sich rasant, hat aber auf Grand-Slam-Niveau noch wenig bewiesen. Für Liebhaber von Außenseitern mit echtem Potential.


French Open 2026 Quoten Frauen

Spielerin Quote Implied Probability
Iga Swiatek 3,10 32,3 %
Aryna Sabalenka 3,30 30,3 %
Coco Gauff 6,00 16,7 %
Mirra Andreeva 7,50 13,3 %
Elena Rybakina 11,00 9,1 %
Amanda Anisimova 17,00 5,9 %

Quoten ohne Gewähr, Stand April 2026 | Änderungen vorbehalten | 18+ | AGB gelten


Swiatek bei 3,10: Sand-Königin mit neuem Trainer

Iga Swiatek hat Roland Garros viermal gewonnen – 2020, 2022, 2023 und 2024. Auf dieser Oberfläche ist sie eine andere Spielerin als auf Hartplatz. Mit neuem Trainer Francisco Roig (langjähriger Nadal-Co-Coach) kommt eine neue taktische Dimension hinzu. Die 2026er Saison auf Hartplatz war unterdurchschnittlich – auf Sand ist das keine verlässliche Prognose.

3,10 auf die vierfache Siegerin bei Roland Garros ist fair. Es gibt keinen strukturellen Grund, warum Swiatek auf Sand schwächer sein sollte als in den Vorjahren.

Einschätzung: Swiatek bei 3,10 ist der solideste Frauenwetten-Einstieg.


Sabalenka bei 3,30: Weltranglistenerste mit Sand-Fragezeichen

Aryna Sabalenka ist aktuell die beste Spielerin der Welt auf Hartplatz – Australian-Open-Siegerin, Miami-Gewinnerin. Auf Sand ist die Lücke zu Swiatek aber messbar. Sabalenka hat Roland Garros noch nicht gewonnen, und ihre Spielweise (flacher Ball, Aufschlag-Dominanz) passt auf Hartplatz besser.

3,30 impliziert 30 % Siegwahrscheinlichkeit – fast gleichauf mit Swiatek. Das überbewertet Sabalenkas Sand-Chancen relativ zu ihrer Hartplatz-Dominanz. Kein Value auf Sabalenka zu 3,30.


Andreeva bei 7,50: Die heißeste Außenseiterin

Mirra Andreeva gewann letzte Woche das WTA-Turnier in Linz auf Sand. Mit 18 Jahren, in Form und mit einer Spielweise, die auf der Oberfläche besser funktioniert als ihre Weltranglistenposition andeutet. 7,50 auf eine aktuelle Sandsiegerin in aktueller Form – das ist der interessanteste Value-Tipp im Damenfeld.

Risiko: Grand-Slam-Niveau über zwei Wochen ist anders als ein WTA-500-Turnier. Aber für Risikobereite ist Andreeva die fundierteste Außenseiter-Position.


Gauff bei 6,00 und Rybakina bei 11,00

Coco Gauff gewann Roland Garros 2025 – die amtierende Siegerin kommt mit 6,00. Das ist fair für eine Titelverteidigerin mit echten Sand-Qualitäten. Aber die Quote hat keinen klaren Mehrwert gegenüber Swiatek.

Elena Rybakina bei 11,00 auf Sand – ihr erstes Sandplatz-Turnier in diesem Jahr ist Stuttgart, sie hatte vor dem Turnier körperliche Fragezeichen. 11,00 ist eher eine Wunschquote als eine begründete Position.


Unser Fazit: Die stärksten Positionen für Roland Garros 2026

Herren:

  • Sinner bei 2,50 – mehr Value als Alcaraz, strukturell fast gleich stark
  • Zverev bei 11,00 – besser als Djokovic bei gleicher Quote

Damen:

  • Swiatek bei 3,10 – solidester Einstieg, Sand-Geschichte spricht für sie
  • Andreeva bei 7,50 – Value-Position für Risikofreudige nach Linz-Sieg

Grand-Slam-Wetten haben hohe Varianz: Eine Verletzung, ein schlechter Tag, ein überraschend starker Gegner in Runde drei – und der Tipp ist Geschichte. Nie mehr als 2–3 % des Wettbudgets auf Turniersieger-Märkte.

Lars Schmitz Lars Schmitz Lars Schmitz ist Redakteur und Sportwetten-Analyst bei sportwetten-deutschland.de. Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Wettbranche analysiert er Quoten, Märkte und Taktiken mit dem Blick eines Praktikers – nicht eines Theoretikers. Sein Fokus: ehrliche Einschätzungen, klare Meinungen und Analysen, die wirklich weiterhelfen. Wetten ist für ihn kein Glücksspiel, sondern angewandte Wahrscheinlichkeitsrechnung.
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