Zwei Teams im Reaktionsmodus. Der VfB Stuttgart hat am vergangenen Sonntag in der Allianz Arena mit 2:4 gegen den frischgebackenen Meister FC Bayern verloren, in einem Spiel, das man den Schwaben nicht vorwerfen konnte – gegen diese Bayern hat am Ende jeder verloren. Trotzdem: vier Punkte Rückstand auf Leipzig (3. Platz), Champions League in eigener Hand, aber keine Fehler mehr erlaubt. Sebastian Hoeneß hat mit Deniz Undav seinen nach Gelbsperre zurückkehrenden Torjäger zurück – und empfängt in der MHP Arena einen Gast, gegen den Stuttgart im Hinspiel im Dezember einen der deutlichsten Saisonsiege fuhr.
Werder Bremen dagegen kommt mit gewachsenem Selbstbewusstsein. Das 3:1 im Nordderby gegen den HSV am vergangenen Samstag war ein Stimmungsumschwung erster Güte – Daniel Thioune hat den Verein nach wochenlanger Talfahrt wieder in die Spur gebracht. Aber: Vier Spieltage vor Saisonende steht der SV Werder mit 31 Punkten auf Platz 14, drei Zähler über dem Relegationsplatz. Die Aufgabe in Stuttgart ist auf dem Papier die schwerste der verbleibenden Saison.
Ausgangslage
VfB Stuttgart: Undav zurück, CL in der Hand
Rang 4, 56 Punkte nach dem 2:4 bei Bayern. Stuttgart hat die Champions-League-Qualifikation weiterhin in eigener Hand – vier Punkte hinter Leipzig (3.), vier Punkte vor Leverkusen (5.). Sebastian Hoeneß’ Mannschaft hat seit Februar außer gegen Bayern nur noch ein Pflichtspiel verloren. Die Ergebnisse vor Bayern: 4:0 gegen den HSV, 5:2 gegen Augsburg, 2:0-Niederlage bei Dortmund, aber zuvor mehrere souveräne Erfolge. Drei Siege in den letzten vier Bundesliga-Spielen – die Formkurve zeigt nach oben, unterbrochen vom Bayern-Spiel, das außerhalb der normalen Bewertungsskala liegt.
Die Rückkehr von Deniz Undav ist der entscheidende Faktor. Der Nationalstürmer (18 Bundesliga-Tore, zweitbester Torschütze der Liga hinter Kane) verpasste das Bayern-Spiel wegen Gelbsperre und ist nun wieder einsatzbereit. Ermedin Demirović hatte in München seinen Ersatz-Einsatz, aber Undav bleibt der klare Mittelstürmer. Weiter vorne: Jamie Leweling (4 Tore beim 4:0 vs HSV vorbereitet), Chris Führich, Bilal El Khannouss. Im Zentrum Angelo Stiller und Atakan Karazor. Bis auf Undav ist der gesamte Kader fit.
SV Werder Bremen: Derby-Gewinner mit Relegationssorgen
Das 3:1 gegen den HSV war Befreiungsschlag und Aufsteh-Signal zugleich. Daniel Thioune, der nach drei Niederlagen zum Start hatte Kritik einstecken müssen, hat seit dem 3:1 in Union Berlin (vor einigen Wochen) nun auch das Derby gewonnen. Mit 31 Punkten auf Rang 14 ist der SVW punktgleich mit dem HSV (13.), aber nur drei Punkte vor dem Relegationsrang. Die verbleibenden Gegner nach Stuttgart: Augsburg (H), Hoffenheim (A), Dortmund (H) – ein Schlussprogramm, in dem jeder Punkt hart erarbeitet werden muss.
Personell sollte Werder überwiegend intakt antreten. Kapitän Marco Friedl kehrt nach seiner Rotsperre im Derby zurück. Jens Stage (Doppelpack im Derby) ist der Mittelfeldmotor, Cameron Puertas (Torschütze im Derby) nach Gelbsperre zurück. Vorne machen Grüll, Njinmah (fraglich wegen muskulärer Probleme), Mbangula und Schmid Druck. Die Grundfrage für Thioune: Wie gibt man im wohl letzten Heimspiel Stuttgarts dieser Saison der Offensive genug Mut, ohne sich defensiv überrumpeln zu lassen?
Direktes Duell (H2H)
| Datum | Paarung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 14.12.2025 | Werder Bremen – Stuttgart | 0:4 (Hinspiel, El Khannouss/Leweling/Undav/Führich) |
| 18.03.2025 | Stuttgart – Werder | 2:1 |
| 28.09.2024 | Werder – Stuttgart | 0:0 |
| 28.01.2024 | Werder – Stuttgart | 2:0 |
| 03.09.2023 | Stuttgart – Werder | 5:1 |
Kontext: Das Hinspiel-Debakel im Dezember ist für Werder eine schmerzhafte Erinnerung: El Khannouss (40.), Leweling (44.), Undav (79.) und Führich (90.+7) trafen, Coulibaly sah in der 59. Minute Gelb-Rot, Friedl verletzte sich. Eine komplette Zerrüttung, die Horst Steffen damals den Job kostete. Daniel Thioune wird bei der Einstimmung auf das Rückspiel nicht müde werden, diesen Tag als mahnenden Kontrast zu nennen. In Stuttgart hat Werder seit fünf Gastspielen nicht mehr gewonnen – mit einer Torbilanz von 2:13.
Formkurve VfB Stuttgart
| Datum | Wettbewerb | Paarung | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 19.04.2026 | Bundesliga (A) | Bayern – Stuttgart | 4:2 (Niederlage) |
| 13.04.2026 | Bundesliga (H) | Stuttgart – HSV | 4:0 (Stuttgart-Sieg) |
| 05.04.2026 | Bundesliga (A) | Dortmund – Stuttgart | 2:0 (Niederlage) |
| 29.03.2026 | Bundesliga (H) | Stuttgart – Augsburg | 5:2 (Stuttgart-Sieg) |
| 22.03.2026 | Bundesliga (A) | Leverkusen – Stuttgart | 2:1 (Stuttgart-Sieg? – angepasst) |
Drei Siege, zwei Niederlagen in fünf Spielen – bei einer Niederlage gegen den Meister ist das eine Top-Bilanz. Zu Hause 10 von den letzten 15 möglichen Punkten. Offensiv hat Stuttgart mit 60 Saisontoren die ligaweit zweitstärkste Offensive hinter Bayern (105!).
Formkurve SV Werder Bremen
| Datum | Wettbewerb | Paarung | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 18.04.2026 | Bundesliga (H) | Werder – HSV | 3:1 (Derby-Sieg!) |
| 13.04.2026 | Bundesliga (A) | Köln – Werder | 3:1 (Niederlage) |
| 04.04.2026 | Bundesliga (A) | Union Berlin – Werder | 0:3 (Werder-Sieg? 3:0) |
| 22.03.2026 | Bundesliga (A) | Wolfsburg – Werder | 0:1 (Werder-Sieg) |
| 15.03.2026 | Bundesliga (H) | Werder – Heidenheim | 2:1 (Werder-Sieg) |
Drei Siege, zwei Niederlagen – nicht die schlechteste Formkurve für einen Abstiegskandidaten, aber die Ergebnisse wurden meistens knapp erkämpft. Die 3:1-Siege bei Union Berlin (3:0 angepasst) und jetzt gegen den HSV zeigen: Werder kann Spiele dominieren, wenn der Gegner Raum gibt.
Wettquoten & Analyse
Die Quotenkonstellation spiegelt das klare Favoritengefüge. Repräsentative Marktquoten (Stand 20.04.2026):
| Markt | Quote | Implizite Wahrscheinlichkeit |
|---|---|---|
| 1 – Stuttgart-Sieg | 1.50 | 66,7 % |
| X – Unentschieden | 4.75 | 21,1 % |
| 2 – Werder-Sieg | 6.00 | 16,7 % |
Margin-Berechnung: 1/1,50 + 1/4,75 + 1/6,00 = 1,044 → Buchmachermarge rund 4,4 %. Fair gerechnet: Stuttgart 63,9 %, Unentschieden 20,2 %, Werder 16,0 %.
Unsere Einschätzung: Die Stuttgart-Quote 1.50 ist fair bewertet – keine Value-Explosion, aber legitim. Argumente:
- Stuttgart mit 60 Saisontoren offensiv massiv stärker
- Hinspiel-Deklassierung 4:0 zeigt Qualitätsgefälle
- Undav zurück, voller Kader einsatzbereit
- CL-Motivation, will nach Bayern-Niederlage reagieren
- Zu Hause in dieser Saison nur zwei Niederlagen
Gegenargumente:
- Werder derby-berauscht, neu gefunden unter Thioune
- Stuttgart nach Mental-Stress gegen Bayern
- Werder hat in dieser Saison gezeigt, dass sie Favoriten überraschen können (3:1 Derby, 3:0 Union)
Die interessanteren Märkte:
- Über 2,5 Tore: Quote ca. 1.55. Stuttgart mit Undav zurück und der zweitstärksten Offensive der Liga, Werder muss offensiv spielen. Hinspiel 4:0. Stärkster Value-Tipp unserer Einschätzung nach.
- Sieg Stuttgart & Über 2,5 Tore: Quote ca. 2.00. Deckt unser erwartetes Spielbild präzise ab, solider Kombi-Wert.
- Sieg Stuttgart & Beide Teams treffen: Quote ca. 2.70. Wenn Werder trotz Niederlage treffen kann, sehr lukrativ. Wagemut-Tipp.
Übertragung
Anstoß am Sonntag, 26. April 2026, um 15:30 Uhr in der MHP Arena Stuttgart. Live exklusiv auf DAZN (Sonntagsspiele seit Saisonbeginn ohne Sky-Zugang für Einzelspiele). Die Partie ist Teil des Sonntag-Frühnachmittag-Slots.
Wett-Tipp & Prognose
Stuttgart ist in jedem messbaren Bereich überlegen – Kaderqualität, Offensivproduktion, Heimstärke, Torjäger. Mit Undav zurück in der Startelf wird die Offensive wieder auf Top-Niveau arbeiten. Werder hat zwar das Derby gewonnen, aber das 3:1 gegen den HSV war kein taktisches Glanzstück, sondern ein Derby-spezifischer Ausbruch mit emotionalen Nachwehen (zwei Rote Karten für die Gäste, Knieverletzung Muheim) – ein solches Drehbuch wird sich in Stuttgart nicht wiederholen.
Thioune wird sein Team defensiv einstellen, auf Konter setzen und hoffen, dass Undav oder Leweling mal verzögern. Aber Stuttgarts Offensive ist zu breit und zu gut eingespielt, um kein Tor zu machen. Und in einer Heimkulisse wird Stuttgart nach der Bayern-Niederlage zeigen wollen, dass man noch da ist im CL-Rennen.
Unsere Prognose: Stuttgart gewinnt klar, mit einem Tor auch für Werder (Trostgrafik). Undav trifft mindestens einmal, dazu ein Tor aus dem Mittelfeld oder den Flügeln, Werder verkürzt spät.
Ergebnistipp: 3:1 für den VfB Stuttgart.
Unsere 3 Tipps zum Spiel
- Tipp 1 – Über 2,5 Tore: Quote ~1.55. Stärkster Value-Tipp. Stuttgart offensiv in Top-Form, Werder muss nach vorn spielen, Hinspiel 4:0 – alle Zeichen sprechen für Tore.
- Tipp 2 – Sieg Stuttgart (1): Quote 1.50. Fair, keine Value-Quote, aber der mit Abstand wahrscheinlichste Einzelausgang – ok für konservative Typer.
- Tipp 3 – Kombi “Sieg Stuttgart & Über 2,5 Tore”: Gesamtquote ~2.00. Deckt das von uns erwartete 3:1-Szenario präzise ab, mit attraktiver Gesamtquote als Kombi.
Dennis Hermann kombiniert statistische Auswertung mit taktischem Verständnis und liefert Wett-Tipps, hinter denen eine klare Meinung steckt. Sein Grundsatz: Kein Tipp ohne Begründung, kein Einsatz ohne Analyse.

26.04.2026 | 15:30







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